View of the Old City at Jerusalem from the surrounding wall Keywords: old, city, wall, jerusalem, judaism, catholicism, christianity, muslim, religion, israel, history, past, ancient, palestine
Soziales

EMOTION REGULATION #2: SCHÖNE OSTERN!

Ostern in Jerusalem (wie Weihnachten in Bethlehem) ist etwas ganz Besonderes! Und es weckt offensichtlich viele Emotionen.

Pünktlich zum Osterwochenende treffen die Reisewarnungen des deutschen Auswärtigen Amtes für die einheimischen Expatriates ein – der palästinensische “Tag des Landes”, der mit dem jüdischen Pessachfest und Karfreitag zusammenfällt, führt zu Reisewarnungen für den Gazastreifen (aus sehr guten Gründen, wie wir später in den Nachrichten gesehen haben), Ost-Jerusalem einschliesslich des Ölbergs (wo wir eine Ostereiersuche geplant hatten), den Tempelberg und die Umgebung bis zum Damaskustor (was unsere Pläne für die Via Dolorosa Prozession beeinträchtigt). Es sieht so aus, als könnten wir nur das Seder (Pessach)-Dinner mit einem befreundeten Rabbiner, der versteckt in Westjerusalem lebt, sicher wie geplant durchführen.

In den nächsten Tagen erleben wir das Hauptthema und die Faszination Jerusalems – den völlig verwobenen Status der drei grossen monotheistischen Religionen. Obwohl Ostern in Jerusalem so christlich ist, wie es nur sein kann, blicken hinter jeder Ecke die beiden anderen Religionen durch.

Unsere Prozession von der Erlöserkirche nach Gethsemane am Gründonnerstag entlang des Tempelbergs wird durch den Gebetsruf des Muezzin aus der Al-Aksa-Moschee unterbrochen, und später bei der Andacht vor der orthodoxen Maria-Magdalena-Kirche haben wir einen genialen Blick auf den Felsendom. Mehr Mitpilger fotografieren den atemberaubenden Sonnenuntergang hinter dem Dom als die Andacht des evangelischen Bischofs zu verfolgen.

Nach einer verregneten frühmorgendlichen Prozession am Karfreitag mit den Kindern geniessen wir tiefe und einfache Spiritualität allein mit einer betenden Nonne in einer kleinen Kapelle, aber auch ein typisch arabisches Frühstück im “Abu Shukri”-Restaurant mit Hummus, Falafel, Zwiebeln und frischem Chili, bei dem wir – inspiriert durch das Bild der Kaaba an der Wand – über die laufende Pilgerreise des Sportlehrers der Kinder nach Mekka diskutieren.

Der Seder-Tisch am Abend desselben Tages war ein echtes Privileg, “am Tisch des Rabbiners zu sitzen” und dabei tiefe jüdische theologische Weisheit mit köstlichem Essen und einer grossartigen Zeit für die Kinder zu verbinden (die andere Familie hatte auch kleine Kinder, so dass alle mit Froschmasken herumsprangen oder sich orangefarbene “Pest”-Punkte ins Gesicht klebten).

Übrigens, wenn schon nicht in Gaza, so blieb es doch zumindest in Jerusalem über Ostern friedlich.

In den nächsten Blogeinträgen werde ich Ihnen weitere Projektdetails zu einer faszinierenden Studie vorstellen, die wir gerade abschliessen, um herauszufinden, wie Konfliktereignisse wie die in Gaza (Gruppen-)Emotionen prägen. Bleiben Sie dran… 

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