FLÄCHENCODE 725

FLÄCHENCODE 725

Permakultur im 21. Jahrhundert. Was wir zu erwarten haben. 

Schon sehr bald wird die Permakultur auch in grossem und kommerziellen Rahmen nicht mehr wegzudenken sein. Was jetzt noch als Trend erscheint, ist in der Realität eine unverzichtbare und wiederbelebte Erkenntnis. Lebensmittelknappheit ist nicht mehr nur den armen Ländern vorbehalten. Mit unsicheren Einflüssen von aussen wie dem Ukraine-Krieg, der Corona-Krise und dem Klimawandel, wächst das Bedürfnis mehr und mehr, sich regional versorgen zu können – und zu müssen.

Eine Lösung? Permakultur! Wir sind dieser Entwicklung bereits einen grossen Schritt voraus und etablieren Lösungsansätze als wichtigen Teil unserer gemeinsamen Zukunft.

Wir fördern diverse Projekte bei welchen immer wieder Begriffe und Terminologien auftreten, welche dem ein oder anderen unbekannt sind. Wenn ein Umdenken stattfinden soll, muss erst ein gemeinsames Verständnis der Grundlagen vorhanden sein. Was genau bedeutet also der Flächencode 725?

Jede landwirtschaftliche Kultur hat einen entsprechenden Kultur-Code. So hat zum Beispiel Rhabarber den Code 709 und einjähriges Feldgemüse den Code 545. Seit dem Jahr 2020 existiert neu ein Kultur-Code 725 für Mischkulturen. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) beschreibt den Code 725 als «Kleinräumige Mischung verschiedener Kulturen mit mehr als 50% Spezialkulturen». Die permakulturelle Bewirtschaftung des Bodens nutzt die natürlichen und lokalen Ressourcen und formt sie zu landwirtschaftlich produktiven, selbsterhaltenden Ökosystemen. Mit der Vernetzung der einzelnen «chaotischen» Bereiche wird in der Folge die Biodiversität und Kreislaufwirtschaft gefördert sowie die Umwelt und die Ressourcen geschont.

Permakultur kann tatsächlich ein gangbarer Weg für die Schweizer Landwirtschaft sein. Die nachhaltige und ökologische Anbauweise ist äusserst produktiv.

«Kaum ein anderes Anbausystem kommt an die Zahl produzierter Kalorien pro Hektare der Permakultur heran», erklärt Hans Ramseier, Dozent für Pflanzenschutz und ökologischen Ausgleich an der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) in Zollikofen. «Entsprechend kann Permakultur ein wichtiger Ansatz zur Problemlösung sein – indem wir ein globales Problem lokal lösen», meint Hans Ramseier weiter.

Total
0
Shares

Schreiben Sie einen Kommentar