ENKELTAUGLICH WIRTSCHAFTEN AKTUELL VOM 14.06.2020

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

Nach vielen Jahren Arbeit ist es soweit: Die Montessori Erdkinder Schweiz Stiftung hat die Kaufvereinbarung für die ‘Alte Mühle’ in Winterschwil unterzeichnet! Die 1618 AG hatte das Nutzungskonzept entwickelt und wird sich nun an die Umsetzung machen.

ERSTE MONTESSORI ERDKINDER OBERSTUFE DER SCHWEIZ IN WINTERSCHWIL

In meinem früheren Job bei der Swiss Re bot sich mir die grossartige Möglichkeit, viele Länder zu bereisen, die den meisten Menschen zu besuchen nicht vergönnt ist. Um ehrlich zu sein: Die meisten werden dort wohl auch gar nicht hinwollen. Eine der eindrücklichsten Reisen führte mich im Jahr 2009 nach Syrien. Geschäftlich standen die Hauptstadt Damaskus und das im fruchtbaren Tal des Nahr al-Asi gelegene Homs, die drittgrösste Stadt des Landes, auf dem Programm.

Wider jede Empfehlung des firmeninternen Travel Risk Managements und des Auswärtigen Amtes buchten mein Arbeitskollege und ich uns während dieser Zeit nicht in eines der ausserhalb gelegenen Geschäftshotels der grossen Ketten ein. Stattdessen hielten wir Ausschau nach einer kleinen Unterkunft mit wenigen Zimmern und dem traditionellen Innenhof. Diese fanden wir mitten in Alt-Damaskus, dort, wo die schmalen Gassen und der ständige Trubel ein Durchkommen nur zu Fuss, mit dem Gepäck auf der Sackkarre oder sogar auf dem Rücken, ermöglichten. Wir liefen auf 2.000 Jahre alten Pflastersteinen und haben fremde Düfte und Geschmäcker kennen- und viele sehr herzliche Menschen schätzen gelernt. Einen besonders tiefen Eindruck hinterliess in mir der (meist) lautlose Ruf der Menschen nach Hilfe und nach Befreiung aus ihrer damals häufig schon ausweglosen Situation. Heute gibt es dort vielerorts nur noch Schutt und Asche.

Warum ich mich gerade jetzt an diese Zeit erinnere? Mein Bericht über die Jesiden in irakischen Flüchtlingslagern klärt auf – und hat so gar nichts mit Rückversicherung zu tun.

ZWISCHEN VERZWEIFLUNG UND HOFFNUNG – JESIDEN IN IRAKISCHEN FLÜCHTLINGLAGERN 

Ausserdem heute, der letzte Teil unserer Serie ‘Emotion Regulation’ von Psychologe und Projektleiter der WeContribute Stiftung, Oliver Fink. Unter dem Schirm von Swisspeace und den Universitäten Basel und Jerusalem leitet Oliver seit Anfang 2018 das Projekt mit dem offiziellen Namen ‘Emotion Regulation in Intractable Conflicts’. Für seine Feldarbeit hatte er sich den Israel/Palästina-Konflikt ausgesucht und war mit seiner Frau Martina und den Kindern Mona, Daniel und Jonathan ins Heilige Land gezogen. Die Arbeit vor Ort ist nun abgeschlossen und ‘Les Fink’s’, die sich mittlerweile sehr gut zwischen den Fronten eingenistet und die dazugehörenden Vibrationen, die in den letzten zwei Jahren zu ihrem Alltag geworden sind, schätzen gelernt haben, freuen sich mit mir auf die Rückkehr und neue gemeinsame Unternehmungen.

EMOTION REGULATION #18 – FINAL REPORT

Beste Grüsse, gute Gesundheit und bis bald.

Kai

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