DER GOLDENE SCHNITT – DIE FIBONACCI FOLGE

Bei der genaueren Betrachtung der Fruchtstände von Artischocken, Tannenzapfen, Ananas und Sonnenblumen fällt schnell die spiralförmige Anordnung der Samenstände nach zwei Richtungen ins Auge. Bei der Artischocke sind es in einer Richtung meist fünf und in der anderen acht Spiralen, beim Tannenzapfen acht und 13, bei der Ananas 13 und 21 und bei Sonnenblumen 55 und 89 Reihen. Natürlich sind die Spiralenanzahlen wachstums- und artenabhängig. So sind auch Sonnenblumen mit 34 und 55 bzw. 144 und 233 Spiralen zu finden.

All diese Zahlen brachte bereits im Jahr 1202 der italienische Rechenmeister Leonardi da Pisa, auch Fibonacci genannt, in eine Folge. In seinem Buch „Liber ab(b)aci“ (Buch des Abakus) beschrieb er damit das Wachstum einer Kaninchenpopulation, ohne jedoch selbst einen Zusammenhang zum Goldenen Schnitt herzustellen.

Bei der Fibonacci-Folge handelt es sich um eine unendliche Reihe natürlicher Zahlen, bei der die Summe zweier benachbarter Zahlen die darauffolgende Zahl ergibt: 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89, 144, 233, 377, …

Zahlen aus dieser Serie sind auch im Blattaufbau verschiedener Pflanzen zu finden. So steht die Breite vieler Blätter im Verhältnis 3:8 oder 5:8 zu Länge. Letzteres findet sich beispielsweise in Eichenblättern. Bei einer an 500 Blättern unterschiedlicher Bäume durchgeführten Messung entsprachen immerhin 235 exakt den Proportionen des Goldenen Schnitts.

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